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Übersicht:
 | Diagnostische Methoden zur Erkennung einer HIV-Infektion:
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 | HI-Virus:
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 | HIV-Infektion:
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 | Prävention:
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Material:
| Nachweis |
Methode |
Material |
| serologische Abklärung |
HIV1/2-ELISA-Test
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3 ml Serum
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HIV 1-Westernblot
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HIV 2-Westernblot
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| Virusdirektnachweis |
qualitative PCR
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5 ml EDTA-Blut
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quantitative PCR, „Viruslastbestimmung“
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Norm:
| Methode |
Norm
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ELISA, Blot
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negativ
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PCR
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negativ (bzw. unter Nachweisgrenze)
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Bewertung:
HIV-PCR:
 | Nachweisgrenzen:
 | methodenabhängig (z.B.
Beispiel Cobas TaqMan®,
Realtime PCR):
 | untere Nachweisgrenze: 40
RNA-Kopien/ml Plasma |
 | obere Nachweisgrenze: 10
Millionen RNA-Kopien/ml
Plasma
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 | prognostischer Marker der
HIV-1-Krankheit:
 | hohe Virusbelastung (>
100.000 HIV-1-RNA-Kopien/ml)
sowie eine niedrige CD4+-T-Helfer-Zellzahl
→
schnelleren
Krankheitsprogression
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 | Indikation:
 | Beurteilung der
Krankheitsprogression |
 | Beurteilung einer
antiretroviralen Chemotherapie:
 | erfolgreiche Therapie →
Viruslast sinkt 8-12 Wochen
nach Therapiestart um ein 5
bis 10-faches (0.7-1
log-Stufe) |
 | Ziel der antiretroviralen
Therapie:
 | Viruslast gering oder
nicht nachweisbar →
CAVE: das heißt nicht,
daß der Patient das
Virus eliminiert hat
oder nicht mehr
infektiös ist, es wird
lediglich durch
medikamentöse
Einflüsse die
Replikation supprimiert. |
 | unauffälliger
Immunstatus des
Patienten (Normalisierung
der CD4-T-Zellzahl) |
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 | bei Nichtansprechen sind
Resistenzentwicklungen beim
HI-Virus abzuklären!
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 | Untersuchungsintervall:
 | unbehandelten HIV-1-Patienten →
6-12 Monate |
 | antiretroviral behandelten
HIV-1-Patienten →
3-6 Monate empfohlen |
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Indikation zur
Untersuchung:
 | klinische Symptome:
 | Lymphknotenschwellungen |
 | atypische Pneumonie |
 | rezidivierende Diarrhoen |
 | unklare Gewichtsabnahme |
 | opportunistische Infektionen |
 | opportunistische Tumoren
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 | Angehörige von Risikogruppen:
 | Homosexuelle |
 | Fixer |
 | Promiskuitive
|
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 | erhöhtes Ansteckungspotential:
 | Hämophilie |
 | Empfänger häufiger Bluttransfusionen |
 | Partner von HIV-positiven Patienten |
 | Neugeborene von Müttern aus Risikogruppen:
 | PCR unmittelbar nach Geburt, bei negativem Ausfall erneut
nach 4 bis 8 und nach 12 bis 16 Wochen. |
 | Der Antikörpernachweis beim Neugeborenen ist
unzuverlässig (Leih-Antikörper der Mutter!). |
 | EIA und Immunoblot zur Absicherung des Immunstatus der
Mutter |
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Morphologie des
Virus:
 | Das Human-Immunodeficiency-Virus (HIV-1, HIV-2) hat ein
diploides RNA-Genom → reverse Transkription der
viralen RNA zu DNA → Einbau in die
zelluläre DNA des Wirtes |
 | Die Virionen sind runde Partikel mit einem Durchmesser
von 100 bis 120 nm
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 | Genabschnitte:
 | gag (group-associated antigen, kodiert für
Strukturproteine von Core und Kapsid) |
 | pol (kodiert für Polymerase, Protease, Endonuklease,
reverse Transkriptase, Integrase) |
 | env (kodiert für Hüllen = Membran = Envelope-Glykoproteine)
|
 | sämtliche obengenannten Genprodukte sind immunogen
|
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 | gebildete Enzyme:
 | Endonuklease |
 | reverse Transkriptase |
 | Protease
|
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 | HIV-1 und HIV-2 infizieren
CD4+-Oberflächenantigen-exprimierende Zellen:
 | hohe Antigendichte (besonders betroffen):
 | CD4+-T-Helfer-Lymphozyten |
 | Zellen der Makrophagen-Monozyten-Reihe |
|
 | begrenzt betroffen:
 | Langerhans´sche Zellen |
 | dendritische Zellen |
 | Glia-Zellen |
 | bestimmte Zellen des Kolons
|
|
|
 | Infektionsmechanismus:
 | HIV bindet aufgrund von Strukturhomologien zwischen gp120
und HLA-Klasse-II-Antigenen über das Hüllprotein hochaffin an CD4-Antigene |
 | Nach Eintritt des HIV in die Zelle, dem Uncoating und der
Umschreibung der RNA durch die Reverse Transkriptase wird die Provirus-DNA in
das Wirtsgenom von ruhenden CD4+-Zellen integriert, in denen es lebenslang
persistiert. |
 | Mit der Aktivierung dieser Zellen geht die latente in
eine produktive, lytische Infektion über. Insgesamt repliziert nur ca 0,01 %
der Gesamtpopulation von T4-Helferzellen HIV.
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 | Subtypen:
|
Umweltresistenz:
 | HIV ist gegen Austrocknung, Alkohol sowie antivirale
Desinfektionsmittel empfindlich. |
Übertragungswege:
 | Sexualkontakte (ca. 75 % aller HIV-Infektionen) |
 | Benutzung kontaminierter Spritzen und Kanülen (i.v.-Drogenabhängige) |
 | Blut- und Blutprodukte (Restrisiko nach Einführung der
Anti-HIV-Testung < 1:500. 000) |
 | intrauterine oder perinatale Infektion von Mutter auf Foet/Kind (ca. 30%) |
 | Organtransplantationen |
 | insgesamt wurden in Deutschland bislang 57
HIV-Erkrankungen von der BG und den Unfallkassen anerkannt, 2004
wurden 5 HIV-Infektionen als berufsbedingt anerkannt. |
Risikogruppen:
 | Betroffen sind vor allem Risikogruppen:
 | i.v.-Drogenabhängige |
 | männliche Homosexuelle |
 | Personen mit Promiskuität |
 | Prostituierte |
 | Neugeborene HIV-infizierter Mütter |
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Epidemiologie:
 | weltweit 30 bis 40 Millionen HIV-Infizierte von denen 90%
(zur Hälfte Frauen) in den Entwicklungsländern leben (Schwerpunkt Asien) |
 | Früheste bestätigte HIV-seropositive Blutprobe aus
Kinshasa, Zaire (1959) |
 | Erster Bericht über Krankheitsfall 1980 in New York |
 | Entdeckung von HIV-1 (1983) und HIV-2 (1986) am Pariser
Pasteur-Institut |
 | Zunahme heterosexueller Übertragung weltweit verbunden
mit starkem Anstieg der Erkrankungszahlen bei Kindern.
|
 | In Mitteleuropa dominiert der weltweit verbreitete
HIV-1-Serotyp |
 | HIV-2-Infektionen sind in Europa seltener:
 | Schwerpunkt: Westafrika |
 | bei Ausländern vor allem aus dieser Region häufiger (in
vielen afrikanischen Staaten hohe HIV-Morbidität) |
 | an „Einschlepp-Infektion“ z.B. durch sexuelle
Kontakte mit Bewohnern dieser Region denken! |
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Inkubationszeit:
 | meist 16 bis 25 Tage |
Infektiosität der
Patienten:
 | bei Nachweis eine Infektion (auch ohne Erkrankung) immer
anzunehmen! |
Klinik:
Letalität:
 | fast 100%, einige Langzeitüberlebende ohne Symptome sind
beschrieben. |
Therapie:
 | Die Darstellung der HIV-Therapie
ist zu einerseits komplex, um hier
umfassend dargestellt werden zu
können, andererseits sind
individuelle Besonderheiten der
Patienten in hohem Maße zu
berücksichtigen. Der Autor
empfiehlt daher folgende
Internet-Seiten:
|
Labor-Kontrollen
bei bekannter HIV-Infektion:
 | Erstuntersuchung
|
 | geringer oder mäßiger Immundefekt:
|
 | schwerer Immundefekt
 | monatliche Untersuchungen |
 | falls (CD4+)-T-Helfer-Zellen <100/µl
zusätzlich:
|
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Impfungen bei HIV-Infektion
(Empfehlungen STIKO Juli 2008):
| Impfstoff |
HIV-Infektion |
| asymptomatisch |
symptomatisch |
| Inaktivierte Impfstoffe/Toxoide |
empfohlen |
empfohlen |
| Masern-Impfstoff |
empfohlen |
nicht empfohlen * |
| Mumps-, Röteln- u. a. Lebendimpfstoffe |
empfohlen |
nicht empfohlen |
| Varizellen |
möglich ** |
kontraindiziert |
| (BCG) |
kontraindiziert |
kontraindiziert |
| * |
Masern können bei HIV-Infizierten einen besonders schweren Verlauf
nehmen. Bei erhöhter Masern-Gefährdung ist deshalb eine
Masern-Impfung indiziert. Eine gleichzeitig durchgeführte
IgG-Substitution kann den Impferfolg in Frage stellen. Eine Kontrolle
des Impferfolgs ist in diesen Fällen angeraten. Im Falle einer akuten
Masern-Exposition ist bei nichtimmunen Personen eine IgG-Gabe zu
erwägen. |
| ** |
Die Varizellen-Schutzimpfung kann bei Varizellen-empfänglichen
HIV-infizierten Personen mit noch funktionierender zellulärer Abwehr
(altersentsprechende CD4+-Zellzahl mit einem Anteil der CD4+
-Zellen an den Gesamtlymphozyten von ≥25 %) erwogen werden. |
Meldepflicht:
 | Labor:
 | nach § 10
meldepflichtiger, anonymer
Nachweis des HI-Virus |
|
 | niedergelassener Kollege:
 | anonyme Meldung nach
§ 10 IfSG:
 | der einsendender Kollege
bekommt einen Durchschlag
der RKI-Meldung des Labors |
 | Nach Ergänzung der
Angaben muß unaufgefordert
eine Weiterleitung des
ergänzten Bogens an des RKI
erfolgen. |
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|
 | siehe Tabelle:
Melde- und Erfassungspflicht nach
IfSG, meldepflichtige Erkrankungen |
Prävention:
 | Aufklärung der Bevölkerung über die
Infektionsmöglichkeiten mit HIV |
 | Schutzmaßnahmen zur Vermeidung der Ansteckung (Kondome,
Nadeltausch bei Drogenabhängigen) |
 | Der Erfolg von Impfstoffen auf der Basis des
HIV-1-Hüllproteins ist fraglich |
Verhalten nach Stichverletzung mit HIV-kontaminiertem
Material:
 | Infektionsrisiko:
 | Die Gefahr, sich durch einen Nadelstich mit einer frisch
bei einem HIV-positivem Patienten benutzten Nadel zu infizieren wird mit 1:250
angegeben! |
 | In Deutschland sind 41 beruflich erworbene HIV-Infektionen bekannt
(Stand: 2000, RKI) |
 | höheres Infektionsrisiko:
 | tiefe Stich- oder Schnittverletzungen →
10-fach erhöhtes Infektionsrisiko |
 | sichtbare Blutspuren auf dem verletzenden Instrument →
etwa 5-fach erhöhtes Infektionsrisiko |
 | Verletzung durch eine Kanüle, die zuvor in einem Blutgefäß
eines HIV-Patienten lag → etwa
5-fach erhöhtes Infektionsrisiko |
 | hohe Viruskonzentration im Blut des HIV-Patienten →
mehr als 6-fach erhöhtes Infektionsrisiko
|
|
|
 | Vorgehen nach Nadelstichverletzung:
 | Stich- oder Schnittverletzungen
 | ausbluten lassen durch Druck auf umliegendes Gewebe (länger als 1
Minute, keine Erweiterung des Stichkanals)
|
|
 | Kontamination von geschädigter Haut, Auge, Mundhöhle:
 | intensive Spülung mit nächstmöglich
errreichbarem:
 | hochprozentigem Alkohol (für Mundhöhle unvergällt) |
 | Wasser |
 | isotone Kochsalzlösung |
 | ggf. PVP-Jod
|
|
|
 | intensive antiseptische Spülung bzw. Anlegen eines
Antiseptische Wirkstoffdepots:
 |
Haut →
Hautantiseptikum auf Basis von Alkohol |
 |
für Wunden:
 |
>80% Ethamol-basierte Präparate (z.B.
Fekaderm®) |
 |
hochprozentig alkohol-basiertes Präparat +
PVP-Jod (z.B. Betaseptic®) |
|
 |
fürs Auge → isotone
wässrige PVP-Jod-Lösung 2,5%
|
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 | ggf. antiretroviralen Postexpositionsprophylaxe (PEP):
 | |
 | siehe: Kurzfassung: Empfehlungen zur HIV-Postexpositionsprophylaxe (Stand November 2004) |
 | möglichst schnell die Therapie einleiten (innerhalb von 1-2
Stunden) |
 | empfohlene Dauer: 28 Tage |
 | Da diese Behandlungen nicht zugelassen sind, muss der Patient
darüber und über mögliche Nebenwirkungen (Schwangerschaft!)
umfassend aufgeklärt werden.
|
 | Indikation zur HIV-PEP:
| Indikation
zur HIV-PEP bei beruflicher HIV-Exposition |
| nach
Kurzfassung: Empfehlungen zur HIV-Postexpositionsprophylaxe
(Stand November 2004 |
 | Perkutane
Verletzung mit Injektionsnadel oder anderer Hohlraumnadel (Körperflüssigkeit
mit hoher Viruskonzentration: Blut, Liquor, Punktatmaterial,
Organmaterial, Viruskulturmaterial) |
|
PEP
empfehlen |
| |
 | Tiefe Verletzung
(meist Schnittverletzung), sichtbares Blut |
|
PEP
empfehlen |
| |
 | Nadel nach
intravenöser Injektion |
|
PEP
empfehlen |
 | Oberflächliche
Verletzung (z.B. mit chirurgischer Nadel) |
|
PEP
anbieten |
| |
 | Ausnahme:
Indexpatient hat AIDS oder eine hohe HI-Viruskonzentration |
|
PEP
empfehlen |
 | Kontakt
zu Schleimhaut oder verletzter/geschädigter Haut mit Flüssigkeiten
mit hoher Viruskonzentration |
|
PEP
anbieten |
 | Perkutaner
Kontakt mit anderen Körperflüssigkeiten als Blut (wie Urin
oder Speichel) |
|
PEP
nicht empfehlen |
 | Kontakt
von intakter Haut mit Blut (auch bei hoher Viruskonzentration) |
|
PEP
nicht empfehlen |
 | Haut-
oder Schleimhautkontakt mit Körperflüssigkeiten wie Urin und
Speichel |
|
PEP
nicht empfehlen |
| Indikation zur HIV-PEP nach sexueller und anderer HIV-Exposition |
| nach Kurzfassung: Empfehlungen zur HIV-Postexpositionsprophylaxe (Stand November 2004) |
 | Ungeschützter vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr (z.B. infolge eines geplatzten Kondoms) mit einer HIV-infizierten Person |
|
PEP empfehlen |
 | Gebrauch HIV-kontaminierten Injektionsbestecks durch mehrere Drogengebrauchende gemeinsam oder nacheinander |
|
PEP empfehlen |
 | ungeschützter oraler Geschlechtsverkehr mit der Aufnahme von Sperma des HIV-infizierten Partners in den Mund |
|
PEP anbieten |
 | Küssen und andere Sexualpraktiken ohne Sperma-/Blut-Schleimhautkontakte sowie S/M-Praktiken ohne Blut-zu-Blut-Kontakte |
|
PEP nicht empfehlen |
 | Verletzung an herumliegendem, nicht ordnungsgemäß entsorgtem gebrauchtem Spritzenbesteck zur Injektion von Drogen, Medikamenten oder Insulin |
|
PEP nicht empfehlen |
| Standard-Kombinationen
zur HIV-PEP 1,3 |
Zidovudin
+ Lamivudin |
entweder als
Combivir® (2x 300/150mg) |
kombiniert mit |
Nelvinavir (Viracept®, 2x 1250mg) |
| oder als
Retrovir® (2x 250mg) plus Epivir® (2x 150mg oder 1x 300mg) |
oder
Indinavir (Crixivan®, 3x 800mg) |
| oder
Lopinavir/rit (Kaletra®, 2x 400/100mg) |
| oder
Efavirenz
2 (Sustiva®/Stocrin®, 1x 600mg) |
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| Empfohlene Basis- und Kontrolluntersuchungen
6 |
| Untersuchung |
Index- person1 |
Exponierte Person |
| |
Aus- gangs- unter- suchung |
2 Wo. |
4 Wo. |
6 Wo. |
3 Mo. |
6 Mo. |
| HIV-Antikörper |
X |
X |
|
X |
X |
X |
(X) |
| HBsAg (siehe Hepatitis-B-Diagnostik) |
X |
X |
|
|
X2 |
X2 |
X2 |
| HCV-Antikörper (siehe Hepatitis-C-Diagnostik) |
X |
X |
|
|
X2 |
X2 |
X2 |
| Weitere STDs |
X2 |
X2 |
X2 |
X2 |
|
|
|
| ärztliche Untersuchung |
|
X |
X |
X |
X |
|
|
| Medikamentenanamnese |
X4 |
X5 |
X5 |
X5 |
|
|
|
| Blutbild |
|
X |
X |
X |
|
|
|
|
|
|
X |
X |
(X) |
|
X3 |
X3 |
|
|
|
X |
X |
|
|
|
|
| Blutzucker |
|
X |
X |
X |
X |
|
|
| 1 |
falls Person bekannt, aber Infektionsstatus unklar, Einwilligung erforderlich, ggf. Einsatz eines Schnelltestes |
| 2 |
falls indiziert/ falls Exposition vorlag |
| 3 |
Kontrolle, falls gleichzeitig eine HCV-Exposition
vorlag |
| 4 |
Behandlungsanamnese mit antiretroviralen Medikamenten (Abschätzung der Resistenzsituation) |
| 5 |
Einnahme anderer Medikamente? (cave! Wechselwirkungen) Verträglichkeit der PEP? |
|
6
|
nach Kurzfassung: Empfehlungen zur HIV-Postexpositionsprophylaxe (Stand November 2004) |
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 | D-Arzt-Bericht (BG-Meldung)
|
 | Falls möglich Klärung des Serostatus des Patienten, von dem die
Nadel stammt:
 | HIV, HCV, ggf HBV-Status abklären |
 | Achtung: bei HIV-Serologie ist das Einverständnis des Patienten
erforderlich! |
 | nur bei eindeutiger Zuordnung der Infektionsquelle zum Patienten
sinnvoll! |
 | bei HIV-postiven Patienten Viruslastbestimmung zur Abklärung
des Infektionsrisikos sinnvoll
|
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 | HIV-Tests, ggf. Hepatitis-Serologie: am Tag 0, nach 6 Wochen, nach 3 Monaten, nach 6
Monaten, ggf. nach 12 Monaten
|
 | eine vollständige, kompakte Übersicht über die Maßnahmen
nach möglicher HIV-Exposition finden Sie unter:
PEP_0904_230506.pdf und
http://www.hivinfo.de/cms/index.asp?inst=hivinfo&snr=2359&aboo=2198
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Siehe auch:
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